Operationen

Altersbedingte Makuladegeneration

Lid-Operation

Neben den medizinisch therapeutischen Fällen der Lidchirurgie bei krankhaften Lidfehlstellungen oder Tumoren, die z.T. auch eine plastische Deckung erfordern, operieren wir im Rahmen der kosmetischen Chirurgie hauptsächlich Schlupflider und die so genannten Tränensäcke der Unterlider.

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Schiel-Operation

Eine Schiel-Operationen unterliegt in der Regel einer medizinischen Indikation, um kosmetisch-ästhetische Fehlstellungen oder beim Lähmungsschielen störende Doppelbilder zu beseitigen. Diese Operation wird zunehmend unter dem Mikroskop durchgeführt, so dass die postoperativen Reizzustände erheblich reduziert werden können.

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Glaukom (grüner Star)

1. Lasertrabekuloplastik

Mit einem thermischen Laser wird der Abfluss der Kammerflüssigkeit über das Trabekelwerk in seiner Durchlässigkeit verbessert. Die Maßnahme hat nur einen zeitlich begrenzten Effekt und wird daher nur in besonderen Fällen eingesetzt.

2.Trabekulektomie

Die Trabekulektomie gilt als Goldstandard in der Glaukom-Chirurgie.
Es handelt sich hierbei um eine penetrierende Glaukom-Operation, bei der das Kammerwasser nach aussen unter die Bindehaut geleitet und abgeführt und auf diese Weise der Druck gesenkt wird. Seit mehreren Jahren führen wir eine standardisierte Form dieser Operation nach Professor Khaw (Moorfield Eye Hospital, London) durch. Dessen Methode hat die Sicherheit und Effektivität der Operation deutlich erhöht. Die bei der alten Operationstechnik unerfreulich hohen Komplikationsraten werden bei dieser Methode deutliche gesenkt. Es besteht eine Effektivität von 65-70% im Gegensatz zu 45-50% bei der alten Technik.

Neben der eigentlichen Operation ist eine intensive präoperative wie postoperative Nachsorge und Nachbehandlung zur Modulation der Wundheilung (Vernarbung) der Schlüssel zum Erfolg.

3. Tiefe Sklerektomie und Kanaloplastik

Diese Operation wird seit einiger Zeit mit sehr gutem Erfolg durchgeführt. Es handelt sich hierbei um eine nicht penetrierende Operation. Der Erfolg beruht auf drei Wirkungsmechanismen. Durch Sondierung und Fadenspannung wird der Abflusskanal, der so genannte Schlemm´sche Kanal freigelegt und damit durchgängig gemacht. Die Präperation der innersten Hornhautschicht führt zum Austreten des Kammerwassers und die Entfernung eines kleinen Abschnitts des Trabekelwerks des Kanalsystems fördert zusätzlich die gezielte Ableitung des Kammerwassers. Das Risikopotential des Eingriffes ist wesentlich geringer, Narbenbildung und weitere Nebeneffekte treten so gut wie gar nicht auf. Dabei ist die drucksenkende Wirkung mit der einer funktionierenden Trabekulektomie vergleichbar. Diese Methode gilt als die Glaukom-Operation der Zukunft und wird in zunehmendem Maße bei uns eingesetzt.

4. Zyklodestruktive Eingriffe

Ansatzpunkt dieses Eingriffes ist es, die Produktion des Kammerwassers zu reduzieren. Dabei wird der Ciliarkörper als Produktionsstätte des Kammerwassers entweder durch Kälte oder Laser ausgestaltet. Über den deutlich verringerten Zufluss des Kammerwassers sinkt der Augendruck.

http://www.alcon-pharma.de

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Operationen des Glaskörpers

Die Vitrektomie wird insbesondere bei Trübungen, bei Einblutungen und diabetischen Erkrankungen eingesetzt. Bei Netzhauterkrankungen wie der epiretinalen Fibroplasie (Maculapucker, Maculaloch) wird eine Vitrektomie durchgeführt, anschließend ein Netzhaut-Peeling oder Netzhautlochverschluss.

Momentan wird die Vitrektomie in der so genannten 23-Gage-Technik durchgeführt. Ausgespart sind Vitrektomien in Kombinationen mit komplizierten Netzhauterkrankungen.

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Linsen Operation / Grauer Star / Katarakt

Operation des Grauen Stars / Katarakts

Heute wird die Operation des Grauen Stars in Kleinschnitt-Technik mit einer Schnittgröße zwischen 1,5 und 2,5 mm, je nach Härte des Grauen Stars, operiert. Die trüben Linsenanteile werden durch Ultraschall verflüssigt und abgesaugt. Die Linse wird dann durch eine Kunstlinse ersetzt, welche in den Halteapparat, den Kapselsack, eingelegt wird. Die Linsen halten sich und zentrieren sich durch einen entsprechenden Mechanismus, die so genannten Haptiken, so dass sie in der Regel immer an der richtigen Stelle sitzen.

Wir bieten unseren Patienten folgende optische Linsensysteme an:

  1. Standardversorgung – monofokale asphaerische Linsen:
    Hierbei handelt es sich um Einstärkenlinsen, die in der Regel die Sehkraft für die Ferne korrigieren.
    Die Optik dieser Linse ist  asphaerisch. Das bedeutet, dass Unregelmäßigkeiten des optischen Systems ausgeglichen werden, was eine qualitativ bessere Sehschärfe vermittelt und Blendungserscheinungen unterdrückt. Bei diesen Einstärkenlinsen muß eine eventuell vorhandene Hornhautverkrümmung sowie die Lesefähigkeit durch eine Brille auskorrigiert werden.
  2. Mehrstärkenlinsen – multifokale Linse:
    Mit diesen multifokalen Linsen kann dem Patienten ein ausgezeichnetes Sehvermögen in der Nähe wie auch in der Ferne ermöglicht werden. Damit können in der Regel, ohne zusätzliche Brillenkorrektur, alltägliche Tätigkeiten wie Lesen, Handarbeiten, Fernsehen, Arbeiten am Computer, Autofahren, Rasieren oder Auftragen von Make up problemlos ermöglicht werden. So wird der Traum von einem Leben ohne Brille - bei über 90% der Patienten - Wirklichkeit.

    http://www.acrysof-restor.de

  3. Ausgleich der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) – torische Linsen:
    Sollte neben dem Grauen Star auch eine Hornhautverkrümmung (Stabsichtigkeit) vorliegen, kann man mit den torischen Linsen neben der Brechkraft der eigenen Linse auch die Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ausgleichen, so dass der Patient lediglich noch eine Lesebrillen tragen muß. Dabei gibt es bereits Linsentypen, bei denen durch Einstrahlung von UV-Licht der Gelbfilter aktiviert wird – so genannte photochrome Linsen -  und die bei fehlender UV-Exposition klar sind und damit insbesondere in der Dämmerung und Dunkelheit eine bessere Sehschärfe vermitteln.

    http://www.acrysof-toric.de

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Netzhaut-Operation

Bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD)

Dazu unterscheidet man zwei Formen. Die trockene AMD und die feuchte AMD

1. Die trockene AMD

Momentan besteht keine Therapie gegen die trockene Form der AMD. Es hat sich jedoch gezeigt, dass eine Kombination von Vitamin-C, Vitamin-E, Spurenelemente Zink und Kupfer als so genannte Antixodantien zusammen mit gelben Pflanzenfarbstoffen (Carotinoide), im speziellen Lutein und Zeraxanthin als Schutz gegen ein Fortschreiten der Erkrankung angesehen werden können. Dies wurde in den USA in einer groß angelegten Studie (Aret) dokumentiert.

Die Einnahme der  Nahrungsergänzungsmittel ist jedoch nur bei deutlich erkennbaren Erkrankungszeichen der Netzhaut sinnvoll.

2. Die feuchte AMD

Bis vor wenigen Jahren gab es keine Therapie der feuchten AMD. Die Krankheit war schicksalhaft und führte, wie schon erwähnt, zum Verlust der zentralen Sehkraft.

Erstmals konnten im Jahr 2000 mittels PDT-Laserverfahren bestimmte Formen der feuchten AMD stabilisiert werden.

Es stehen hierbei zwei Medikamente zur Verfügung:

  1. Lucentis: Ein Medikament, das speziell für diese Therapie entwickelt und zugelassen ist. Der Preis ist mit 1.500 Euro pro Spritze extrem hoch.
  2. Avastin: Ein Medikament, aus dem das Luzentis entwickelt wurde. Es wird in der Krebstherapie eingesetzt und wurde bereits vor der Zulassung von Luzentis weltweit eingesetzt. Da es nicht speziell für die AMD zugelassen wurde, benutzt man es im so genannten Off-Label-Use. Die Wirksamkeit entspricht dem Lucentis. In den millionenfachen bisherigen Anwendungen zeigten sich keine Nebenwirkungen. Der Preis beträgt 60 Euro pro Spritze.

Die Anwendung der Medikamente erfolgt nach einer genauen Diagnostik mittels Fabkontrastmittel-Darstellung der Netzhautveränderungen und Darstellung der einzelnen Netzhautschichten mittels optischer Kohärenztomographie. Damit kann die feuchte Maculadegeneration genau klassifiziert und die intravitreale Therapie eingeleitet werden.


Intravitreale Therapie:

Die intravitreale Therapie erfolgt nach einem bestimmten Schema. Zu Beginn wird eine Dreier-Serie von jeweils 1 Spritze im monatlichen Abstand appliziert. Nach Ablauf von 6-8 Wochen wird im Rahmen der Verlaufskontrolle die Sehschärfe mittels Farbkontrastmitteldarstellung und Kohärenztomographie durchgeführt, um die Aktivität der Erkrankung zu überprüfen. Sollte die Krankheit noch nicht zum Stillstand gekommen sein, muß erneut eine Dreierserie durchgeführt werden. In der Regel kommt die Krankheit nach 6-9 Spritzen zum Stillstand und kann dann als ausgeheilt gelten. Die Spritzentherapie muß unter  sterilen Bedingungen in einem OP-Saal durchgeführt werden, damit es zu keiner Entzündung im Augeninneren kommen kann.

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